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Selbstverständlich löst aber auch bei den Hörzellen, wie bei jedem anderen Organsystem in unserem Körper, eine akute oder fortschreitende biologische Erschöpfung in dem Augenblick, in dem eine spezifische Schwelle erreicht bzw. überschritten wird, eine Kaskade von organspezifischen Warnsignalen aus, welche den jeweiligen Besitzerüber diesen akuten oder zunehmenden Erschöpfungszustand informiert bzw. informieren will. Bei den Hörzellen sind diese Warnzeichen
Das Tinnitusgeschehen ist biologisch gesehen, dem Schmerzgeschehen gleichzusetzen. ( Siehe dazu auch www.dasgesundeohr.de ) Aufgrund ihrer extremen Spezialisierung auf die Erzeugung von akustischen Signalen können die Hörzellen uns ihre biologische Überforderung, ihre biologische Not, nurüber akustische Signale vermitteln. Dann, wenn die Gesamtüberforderung des Innenohrs sehr akut oder stark ist und mit einer starken Schwellung des Innenohrs einhergeht, welche auf die das Innenohrorgan umhüllenden Zellstrukturen drückt, gesellen sich zu den akustischen Notsignalen der Hörzellen spürbare Schmerz- und Druckempfindungen welche in der Tiefe des Ohrs, um das Ohr herum oder im Gehörgang empfunden werden. Beim Tinnitus können dieüberforderten Hörzellen die zellenergieverbrauchende (ATP-verbrauchende) Repolarisation, also die Wiederherstellung der Stille, nicht mehr erarbeiten. Die Zelle verharrt in einem Zustand der Dauererregung, welche als Dauergeräusch (=Tinnitus) wahrgenommen wird.
Bild 39 Einzig und allein die Stille (das Nichthören müssen) verschafft den Hörzellen eine Ruhepause. |
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